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Der Preis der Energiewende

Mit dem beschleunigten Ausstieg aus der Atomenergie nach dem Reaktorunglück in Japan im Jahr 2011 muss nun der Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigt werden. Entsprechende Förderinstrumentarien gibt es bereits länger, zudem muss nun auch das Netz den neuen Anforderungen angepasst werden. Das kostet Geld.

Belastungen über Erneuerbare-Energien-Umlage für Verbraucher

Seit über zehn Jahren wird die Energiewende mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz gefördert. Darin ist festgeschrieben, dass Netzbetreiber regenerativen Strom zu einem bestimmten Vergütungssatz abnehmen müssen. Die Höhe der Sätze orientiert sich an der Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Energiequellen wie beispielsweise Windkraft, Bioenergie und Fotovoltaik. Diese Sätze werden aufgrund von Effizienzsteigerungen jährlich gesenkt, sind aber in einigen Fällen immer noch deutlich über dem Marktniveau. Dadurch entstehen Kosten, welche durch die Erneuerbare-Energien-Umlage letztlich die Verbraucher zahlen müssen. Aktuell liegt der Kostenpunkt bei rund 3,5 Cent pro Kilowattstunde. Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3 500 Kilowattstunden bedeutet dies einen Aufpreis von immerhin rund 120 Euro. Künftig ist aufgrund des forcierten Ausbaus mit Steigerungen zu rechnen. Vor allem Solar und Photovoltaik fallen enorm zu Buche, da der Vergütungssatz knapp zwanzig Cent beträgt und damit fast auf dem Niveau des Endverbraucherpreises liegt. Eine Möglichkeit, diese zusätzlichen Ausgaben zu kompensieren, bietet die Möglichkeit, eben in Solar und Photovoltaik zu investieren. Bei klugen Investments fließen die Subventionen so wieder dem Anleger, als Teil der Gewinnausschüttung, zu. Gestreut werden kann das Risiko durch Anlageoptionen, die über Länder und (grüne) Branchen streuen.

Die Kosten für den Ausbau der Infrastruktur

Nicht nur die Fördersummen für den Betrieb erneuerbarer Energiequellen sind für weitere Strompreiserhöhungen verantwortlich. Ein weiterer Punkt ist der notwendige Ausbau der Infrastruktur. In diese muss insbesondere aufgrund neuer Windparks in Norddeutschland investiert werden. Momentan werden dort sogenannte Offshore-Windparks im Meer installiert, die hohe Energieerträge aufweisen werden. Dieser Strom muss allerdings ins Landesinnere transportiert werden, sodass entsprechende Leitungen kostspielig errichtet werden müssen. Drohende lange juristische Auseinandersetzungen mit Anwohnern dürften nicht nur das Vorhaben hinauszögern, sondern auch für weitere Aufwendungen sorgen. Auch dafür müssen die Kunden aufkommen, da die Stromnetzbetreiber dies auf die Netznutzungsentgelte aufschlagen werden. Stromverbraucher bleiben nur zwei Handlungsmöglichkeiten: Erstens sollten sie sich nach günstigeren Tarifen umschauen. Zweitens können sie durch energieeffiziente Geräte Strom sparen.

Verbraucher müssen mit steigenden Strompreisen rechnen

Vermehrte Investitionen belasten Verbraucher, da sie für die Förderung mittels Erneuerbare-Energien-Umlage zahlen müssen. Zusätzlich muss die Netzinfrastruktur angesichts veränderter Rahmenbedingungen erneuert werden, wofür ebenfalls der Kunde belastet wird.

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