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Griechenland-Pleite: Dax rutscht zeitweise unter 5.000 Zähler

Der deutsche Aktienindex ist aufgrund verstärkter Sorgen um die EU-Zone auf ein neues Tief gefallen. Es ging über drei Prozent nach unten zeitweise wurde eine Marke von 5000 Punkten erreicht, ehe er sich wieder ein wenig erholte. Neben dem Dax verloren auch der MDax und TecDax massiv an Wert, ebenso die Börsenplätze in London und Mailand. Zahlreiche Aktienkurse von Bankinstituten rutschten teils um über neuen Prozent in den Keller. Schon Ende letzter Woche wurde der Dax vom Rücktritt des EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark enorm belastet, woraufhin sich die Situation Anfang dieser Woche kaum besserte. Auch auf den Börsenplätzen in Asien war große Unsicherheit zu spüren, weshalb der chinesische Hang Seng sowie der Nikkei aus Japan rund zwei Prozentpunkte verloren. Die Händler und Investoren haben anscheinend große Sorgen, dass die Europäer nicht in der Lage sind, die derzeitige Schuldenkrise zu meistern. Hinzu kommt, dass das verschuldete Griechenland auf massivem Druck der EZB, dem Internationalem Währungsfonds und der EU neue Sparvorschriften verkünden musste. Nun sollen Milliarden durch eine neue Immobiliensteuer in die Kassen des Landes gespült werden. Nichts desto trotz haben immer mehr Anleger und Investoren große Sorgen, dass eine Staatspleite kaum noch zu verhindern sei. Die Regierung Griechenlands kann nach eigenen Angaben nur noch bis Ende Oktober die Renten und Gehälter der Staatsbediensteten bezahlen. Laut Spiegel-Informationen ist das Bundesfinanzministerium um Wolfgang Schäuble bereits damit beschäftigt, alle möglichen Szenarien durchzugehen, was bei einer möglichen Staatspleite Griechenlands und dem Austritt aus der Euro-Zone zu tun wäre. Auch Anfang dieser Woche hat der Euro wieder massiv an Wert eingebüßt und verlor seit Ende letzter Woche über drei Cent. Wegen der starken Unsicherheiten greifen immer mehr Anleger beim Gold zu, weshalb das Edelmetall am Montag einen neuen Rekord mit rund 1900 Dollar je Feinunze erreichte.

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