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Nach dem Börsenchaos steigen die Insider wieder ein

Auch für die Börsenprofis ist es schwer zu sagen, wohin es mit der Börse in Zukunft geht. Der deutsche Dax fiel zuletzt immer weiter nach unten, wobei er zwischendurch auch mal wieder nach oben kletterte. Die Volkswirte und Analysten rätseln deshalb, wie es wohl in der nächsten Woche weitergehen wird. Trotz der wachsenden Konjunktursorge, der weltweiten Schuldenkrise und der nervösen Stimmung an den Märkten, haben sich in der vergangenen Woche viele Topmanager großer Unternehmen mit Wertpapieren eingedeckt. In der letzten Woche wurden in ganz Europa Aktien im Wert von 164,1 Millionen Euro gekauft, während Papiere in Höhe von 6,6 Millionen verkauft wurden. Vor allem die deutschen Spitzenmanager versprühen Optimismus und orderten seit Anfang des Monats August Aktien im Wert von rund 24 Millionen Euro. Dabei war festzustellen, dass die Vorstände der Konzerne Commerzbank, Merck sowie der BASF besonders munter zugriffen. Für die künftige Entwicklung gilt das Kaufverhalten der Topmanager als gutes Zeichen, da sie am besten über die Chancen für die Zukunft ihrer Firmen bescheid wissen. Hierzulande müssen die Firmen alle Insidergeschäfte der Finanzaufsicht BaFin mitteilen, welche diese Käufe und Verkäufe auf ihrer Homepage öffentlich macht. Bei fallenden Kursen ist es nichts ungewöhnliches, dass die Insider einen Wiedereinstieg nutzen, was man auch als antizyklische Investition bezeichnet. Umso mehr die Kurse in die Knie gehen, desto mehr greifen die Spitzenmanager zu. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young kletterte der Umsatz der 30 größten Unternehmen Deutschlands im zweiten Quartal im Schnitt um acht Prozent sowie der Gewinn auf zwölf Prozent. Im ersten Quartal stieg der operative Gewinn jedoch noch um stolze 61 Prozent.

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