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Rohstoffe und Altmetalle als Geldanlage

Die rasanten Berg- und Talfahrten an den internationalen Aktienmärkten veranlassen viele konventionelle Anleger dazu, sich nach stabilen Investitionsalternativen umzusehen. Da die Rohstoffmärkte anderen Einflussfaktoren als die Aktienindizes gehorchen, bieten sie attraktive Möglichkeiten zur Streuung des Portfolios.

Rohstoff-Zertifikate sind das unter Privatinvestoren beliebteste Mittel zur Partizipation an der Preisentwicklung von Öl, Erz, Kupfer oder Gold. Selbstverständlich gelten Einzelinvestitionen auf bestimmte Werte auch auf dem Rohstoffmarkt als risikoreich und so werden Finanzinstrumente angeboten, die verschiedene Basiswerte beinhalten. Spekulative Anleger dagegen können mit Optionsscheinen und ähnlichen Derivaten mit Hebelwirkung von den Kursverläufen profitieren. Ähnlich wie auch bei den Aktienoptionsscheinen erwirbt der Käufer damit das Recht, eine bestimmte Menge des betreffenden Rohstoffs zu einem bestimmten Termin und zu einem bestimmten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

Abgesehen von den risikoreichen Hebelprodukten unterliegen Rohstoffinvestitionen natürlich einer gewissen Grundsicherheit, da sie, solange Menschen Nutzen aus diesen Ressourcen ziehen, nicht ins Bodenlose fallen können. Allerdings sind einige Werte, wie vor allem der Ölpreis, eng an die wechselhaften weltpolitischen Situationen geknüpft. Der Goldwert hingegen gilt häufig als Gegenpol zu den Aktienindizes, sodass er prinzipiell von den gleichen Faktoren beeinflusst wird.

Viele Argumente sprechen für eine langfristig positive Entwicklung. Weltwirtschaft und Bevölkerung wachsen seit Jahrzehnten und bleiben abhängig von der Versorgung durch immer mehr Material und Lebensmittel. Die Vorräte an Erzen, Öl und Gas sind begrenzt und für viele Anwendungen existieren keine Alternativen. An den Metallbörsen in New York, London und Singapur konzentrieren sich die weltweit größten Marktplätze für Kassa- und Termingeschäfte mit unedlen Metallen. Durch den ständig wachsenden Bedarf der Industrien der EmergingMarkets, allen voran Chinas, gewinnt die Wiederaufbereitung von und der Handel mit Altmetallen mehr und mehr an Bedeutung. Die Schrottpreise schnellen in die Höhe, eine ganze Branche verdient gut am Engpass. Auch die privaten Haushalte können mittels Zertifikate oder den eigenen Verkauf von Altmetall profitieren.

Der gewichtigste Indikator des Ressourcenmarktes ist der Goldman Sachs Commodity Index (GSCI), in dem die 24 bedeutendsten Werte zusammengefasst sind. Dieser Gradmesser der Rohstoffwerte kann seit Jahresbeginn einen Anstieg von 15 Prozent verbuchen.

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