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Venezuela steht Gold-Transport bevor

Derzeit steht die venezolanische Regierung vor einem großen logistischen Problem. So schnell wie nur möglich will der Präsident Hugo Chavez alle Goldvorräte aus dem Ausland nach Venezuela zurückholen. Erst letzte Woche hatte Chavez aufgrund des gestiegenen Goldpreises die Rückführung von rund 210 Tonnen des Edelmetalls im Wert von rund 7,6 Milliarden Euro angekündigt. Gleichzeitig will Venezuela Devisen im Wert von 6,2 Milliarden Dollar von den Banken in der Schweiz abziehen. Derzeit macht Venezuela mit Öl geschätzte 95 Prozent seiner Exportumsätze. Durch den Verkauf der enormen Goldreserven will Venezuela vor allem in die Märkte von Russland, Indien, China sowie Brasilien investieren und sich daneben breiter aufstellen. Nach ersten Medieninformationen soll das Gold aus dem Ausland per Flugzeug ins eigene Land geholt werden, wobei ein genauer Zeitpunkt noch nicht fest steht. Geschätzte 80 Prozent der Goldvorräte Venezuelas sind in Großbritannien gelagert. Als erstes will die venezolanische Regierung laut der “Finacial Times” sämtliche Goldreserven in der Nationalbank Großbritanniens sammeln. Die kompletten Reserven könnten unmöglich mit nur einem Flug nach Venezuela geflogen werden, da unter anderem keine Versicherung eine so hohe Geldsumme übernehmen würde. Für den Transport des Goldes in die Hauptstadt Caracas wären demnach rund 40 Flüge notwendig. Allerdings wäre bei solch einer hohen Anzahl von Flügen auch die Gefahr groß, dass einer der Goldtransporte angegriffen wird. Fest steht, dass solch ein Transport eine exakte Planung im Voraus benötigt und man nichts dem Zufall überlassen darf. Der Schiffweg wird seit Jahren nicht mehr für Goldtransporte benutzt, da das Risiko einfach zu groß ist und es wesentlich länger dauern würde.

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